Retro Motorrad

Retro Motorrad

Jeder Motorradfahrer weiß, dass es nicht ausreicht, ein Retro-Motorrad zu besitzen. Man braucht mindestens zwei. Oder sogar drei. Oder sogar noch mehr, um für jeden Zweck das richtige Gefährt zu haben. Aber wie sähe die ideale Garage aus, wenn man, sagen wir, zehn Retro-Motorräder in der Garage haben könnte? Alte, sportliche oder klassische Motorräder? Das ist egal, aber die Maschine muss entweder ihre Zeit oder ihr Marktsegment geprägt haben. Hier also unsere Auswahl, die völlig subjektiv und selbstbewusst ist. Wie würde Ihre Garage mit 10 Oldtimer-Motorrädern aussehen?

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Yamaha XT 500

retro motorrad Yamaha XT 500

Gibt es eine Maschine, die so sehr für Flucht, Freiheit, Unbeschwertheit und weite Landschaften steht wie die Yamaha XT 500? In der großen Genealogie der Retro-Motorräder ist sie das Bindeglied zwischen den echten Scramblern, den viel zu schweren Offroad-Tourern, und den großen Einzylinder-Trailern, die in einem Wettlauf um immer mehr Leistung und Übergewicht ihrem Untergang geweiht waren. Nein, das wahre Genie der XT 500 ist, dass sie eine meisterhafte Ode an die Einfachheit ist: Ein Zweiventil-Einzylindermotorrad mit 499 cm3, 32 PS und Kickstarter - mehr brauchte es nicht, um bei Generationen von Motorradfahrern das Verlangen nach Reisen ans Ende der Welt zu wecken. Und das alles für 10.000 Francs im Jahr 1976. Allein für ihren Beitrag zur Flucht aus dem Alltag verdient die XT 500 einen Platz in einer anständigen Sammlung von Retro-Motorrädern.

MV Agusta Brutale 750

retro motorrad MV Agusta Brutale 750

Die Welt der Retro-Motorräder hat schon viele sportliche 750er-Roadster gesehen. Aber diese MV ist anders: Sie kam Anfang der 2000er Jahre auf den Markt und übernimmt das Wappen einer absolut legendären Marke, aber sie tut dies auf die richtige Art und Weise. Es handelt sich nicht um einen weiteren Marketing-Gag. Alles an dieser Maschine ist gepflegt: von der mikroskopisch kleinen Choke-Steuerung bis hin zu den fein ziselierten Rädern. Die Brutale grenzt an ein Kunstwerk und das ist normal, denn sie trägt die Handschrift des großen Tamburini. Und der Motorcharakter dieser 750er, die immerhin 127 PS leistete, ist untenrum kratzig und obenrum heftig genug, um es zu verdienen, dass man sich auf ihn einlässt.

Laverda 1000 Jota

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1976 war die Laverda Jota mit ihrem 1000er-Dreizylinder das schnellste Retro-Motorrad auf dem Markt. Ein steifer Rahmen, wie ihn die Italiener damals kannten, und ein fetter Dreizylindermotor, der voll wie ein Ei war und vor Charakter nur so strotzte. Dazu ein klassisches Design, das zwar klassisch, aber sportlich und elegant war, und schon hatte man einen unwiderstehlichen Cocktail. 1982 änderte Laverda die Steuerzeiten seiner 1000er von 180 auf 120°, um sie etwas sanfter zu machen. Sie werden daher die ersten Versionen bevorzugen. Und übrigens: Jota ist der Name eines spanischen Tanzes im Dreivierteltakt.

Harley-Davidson Fat Boy

retro motorrad Harley Davidson Fat Boy

Die Fat Boy ist seit 27 Jahren auf dem Markt und ist keinen Tag gealtert. Mit ihren Vollrädern, dem verchromten Scheinwerfer, der großzügig ausgehöhlten Sitzbank und dem unter dem Rahmen versteckten hinteren Stoßdämpfer verkörpert sie eine Form von Klassik, die mit Zeitlosigkeit vermischt ist. Liegt es daran, dass sie von Willy G. Davidson persönlich entworfen wurde? Wenn es eine Harley gibt, die man in einer Garage für Retro-Motorräder sammeln sollte, dann ist es die Fat Boy, und zwar in der Farbe Satin Grey, in der sie auf den Markt kommt.

Triumph Bonneville

retro motorrad Triumph Bonneville

Die Bonneville, die zuerst als 650er-Modell erschien und später auf 750er umgestellt wurde, ist ein Beispiel dafür, wie Retro-Motorräder und englische Motorräder in ihrer ganzen Pracht aussehen können. Der Look ist zeitlos, denn auch heute noch versuchen viele, die klaren Linien zu kopieren oder sich von ihnen inspirieren zu lassen, und Triumph zollt ihr mit den Classic-Varianten seiner modernen Bonneville-Maschinen Tribut. Auch der Motorcharakter war sehr liebenswert, zwischen dem großen, sofort verfügbaren Drehmoment und dem tiefen, schnarrenden Sound. Ein reiner Glücksmoment.

Ducati 916

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Die von 1994 bis 1998 produzierte Ducati 916, die von dem großartigen Massimo Tamburini entworfen wurde, wird regelmäßig als das schönste Retro-Sportmotorrad, wenn nicht sogar als das schönste Motorrad aller Zeiten beschrieben. Ihre Schlankheit stellte die zeitgenössischen japanischen Sportwagen in den Schatten und die Reinheit ihres Stils wurde Jahr für Jahr immer größer. Seine sportliche Erfolgsbilanz spielt ihm in die Karten, mit vier Titeln in der World SBK, die seinen Produktionsjahren entsprechen.

Honda NR 750

retro motorrad Honda NR 750

Die Schönheit der Geste, die ovalen Kolben, die 32 Ventile, die 130 PS bei 14500 U/min, die Karbonverkleidung und die Magnesiumräder, die Qualität der Konstruktion und die Tatsache, dass diese Maschine und dieser Ingenieurswahn, für den Honda manchmal ein Geheimnis hat, in Wirklichkeit perfekt nutzbar sind - hier sind viele Gründe, eine Honda NR 750 in der Garage stehen zu haben.

Suzuki RG 500

retro motorrad Suzuki RG 500

Man kann Retro-Motorräder nicht lieben, ohne für den Zweitakter zu schwärmen, für seine Gewalt, seine Leichtigkeit, seinen Sound und die RG 500 war wohl das, was einem GP-Motorrad am nächsten kam, und zudem das leistungsstärkste von allen. Es ist kein Zufall, dass die RG heute das teuerste und begehrteste Modell des japanischen Trios der GP Replicas ist. Diese Suzuki RG hat einfach Geschichte geschrieben.

Honda RC 30

retro motorrad Honda RC 30

Kann man sich eine anständige Sammlung ohne eine Honda RC30 vorstellen? Die Antwort lautet: Nein. Und das aus einem einfachen Grund: Nur wenige Retro und Sportmotorräder haben es geschafft, Technologie, Effizienz, Leichtigkeit, Design und Siege mit einem solchen Elan zu kombinieren. Das wirkt sich natürlich auch auf die Preise aus und macht es schwierig, die RC30 zu kaufen...

Vincent Black Shadow

retro motorrad Vincent Black Shadow

Die Suzuki Hayabusa aus den 1950er Jahren ist sie. Damals war ein Sportmotorrad ein englischer Einzylindermotor mit 500 cm3 im Stil einer Velocette. In diesem Kontext antwortete Vincent mit einem 1000-cm³-V-Twin, der den Schritt wie kein anderer verlängerte, mit einer verblüffenden Konstruktionsqualität, avantgardistischen technischen Lösungen (die Hinterradaufhängung im Cantilever-Stil) und vor allem mit einer unerschütterlichen Zuverlässigkeit, die dafür sorgte, dass es nichts Besseres gab, um weit, schnell und vor allem lange zu fahren. Der Mythos des Vincent wird immer größer und das zu Recht!